
Landwirtschaft stärken
98% der Chin Region ist Bergregion und die Bewirtschaftung ist nur mit einer wechselnden Berg-Landwirtschaft (Hill cultivation system) möglich. Jedes Jahr werden Wälder abgebrannt und Landschaften zerstört, damit die Leute Reis und Mais anpflanzen können. Die Landwirtschaft ist die einzige wirtschaftliche Chance für 80% der Bevölkerung in Chin State. Aber es fehlt an Know-how um die Landwirtschaft nachhaltig zu führen. Wir unterstützen nachhaltige Landwirtschaftsprojekte..
Lailun-Landwirtschafts Projek in Falam seit 2015
Lailun ist ein kulturhistorischer Ort unweit von der Kleinstadt Falam. Lailun wird der Bergspitz genannt, auf dem man über die Berge und Täler schauen kann. Von hier stammt das Chin Volk. Die Chin Täler sind sehr fruchtbar und bieten viele Möglichkeiten zur Landwirtschaft an. Das Landstück rund um Lailun ist über 100 Hektaren gross. Zur Zeit gibt es dort eine Fischzucht, Wein- und Gemüseanbau.
Das Lailun-Projekt soll zukünftig ein Forschungsort für nachhaltige Landwirtschaft und Anbau werden ohne Chemikalien. Der Weinanbau wurde im Jahr 2005 begonnen und soll in Zukunft erweitert werden. Dazu soll der Weinanbau gestärkt werden und neues Saatgut getestet werden. Es soll in näherer Zukunft ein mehrstöckiges Gebäude gebaut werden für Treffpunkt, Austausch und Lehre. Längerfristig soll ein Naherholungsgebiet entstehen.
Rohbau 2018
EInweihungsfest 2019
Toilettenanbau 2018
Einweihungsfest 2019
Lailun Integrated Development Center
Es fehlt an landwirtschaftliches Know-how für nachhaltige Entwicklung. Die Leitung von Chin Christian Institute of Theology (CCIT) hat diese Probleme 2005 angepackt und eine Landwirtschaftsforschungsstelle, das Lailun Integrated Community Development Center (LIDC) gegründet. Mit Bewilligung der Regierung und Dank verschiedenen Spenden haben sie 40 Hektaren Land in Lailun, 7 Km von Falam entfernt, gekauft. CCIT erforscht dort wirkungsvolle Anbaumethoden und bewirtschaftet das Land mit Trauben, Mandarinen, Äpfeln, Mangos, Zitronen, Avocados, Tee und Café. Es gibt auch einen Fischteich und Schweine u.a. Durch die Tierhaltung wird Dünger für die Pflanzen produziert. Als Tierfutter werden Sterngras, Rensoni, Writer, Bohnen, Mais und andere Leguminose angepflanzt. Trotz der noch fehlenden Infrastruktur nahmen bereits sehr viele Menschen an den Landwirtschaftskursen im LIDC teil.
2017 schrieb SwissBurma-Aid den Antrag für ein Gebäude für Lehre und Forschung und erhielt 80’000 CHF vom Swisslos Fonds Basel-Land. Das Gebäudeprojekt wurde auf 200‘000 US Dollar geschätzt, wobei die Chin Baptist Association of North America (CBANA) mit 120’000 USD den Startschuss geben konnte. Das Gebäude beinhaltet Kursräume, Konferenzräume, Schlafplätze und Büros für Teilnehmer/Innen und Lehrpersonen.
Seit der Einweihung 2019 wurden es regelmässig Veranstaltungen und Kurse in Landwirtschaft angeboten.